Aktuelles - Kloster-Kreitz

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Aktuelles

 

Advent 2023
 
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde unseres Klosters!
 
 
Zu Beginn des neuen Kirchenjahres senden wir Ihnen und Euch allen einen herzlichen Gruß aus unserem Kloster Kreitz.
 
Bevor ich etwas schreibe, darf ich mich kurz vorstellen: ich bin Sr. Maria-Regina. Vor meinem Klostereintritt war ich Krankenschwester und habe einige andere Erfahrungen, u.a. Auslandsaufenthalte - auch in anderen Gemeinschaften, machen können. Im Kloster hatte ich die Gelegenheit eine Kirchenmusikausbildung zu absolvieren und habe in diesem Sommer die Leitung unseres Klosters übertragen bekommen. Erst im April durfte ich mein Silbernes Profess Jubiläum mit einem schönen Fest und vielen lieben Gästen feiern.
 
Sr. Bernharda sei für viele Jahre der Leitung hier Dank ausgesprochen. Aus gesundheitlichen Gründen gab sie das Amt nun ab.
 
Die übliche Form des Jahresberichtes „Januar, Februar…“ fällt in diesem Jahr ein bisschen schwer, da es ein ungewöhnliches Jahr für unsere Gemeinschaft war.
 
Im vorigen Jahr hatten wir einen Versuch gestartet: das Zusammenleben zweier Gemeinschaften unter einem Dach. Drei bzw. später vier Schwestern der „Servidoras del señor y de la virgen de matará“ haben bei uns gelebt. Leider hat sich dieses Projekt aus verschiedenen Gründen weder als tragend noch als tragbar erwiesen, und so wurde der Versuch nach etwas über einem Jahr beendet. Es gab schöne Erlebnisse miteinander, und doch war es auch ein sehr anstrengendes Projekt, das viele Gespräche und Versuchsaktionen erforderte. Zuletzt mussten wir uns aber einfach eingestehen, dass die Vorstellungen von diesem Projekt jeweils bei unseren Gemeinschaften doch zu verschieden waren. Wir Benediktinerinnen hatten mehr auf ein Miteinander gehofft, die andere Gemeinschaft hingegen sah es als ein getrenntes Leben der beiden Gemeinschaften unter einem Dach.
 
Einige Wochen nachdem wir nun wieder „unter uns“ sind, haben wir uns wieder ganz gut daran gewöhnt, allerdings braucht es wohl noch eine Weile, um unsere vielen Erfahrungen wirklich zu verarbeiten. Sehr interessant war, unsere benediktinische Spiritualität in so nahem Vergleich mit der Spiritualität der anderen Gemeinschaft betrachten und nochmal viel bewusster wahrnehmen zu können.
 
Wir sind jetzt in der Situation, dass wir natürlich gerne einen Weg finden würden, weiter hier leben zu können und diesen Ort als Ort des Gebetes und der Gottesbegegnung in die Zukunft zu bringen. Ob uns das gelingen wird, liegt in Gottes Hand. Wir beten sehr darum, den Weg zu erkennen, den Gott für uns und diesen geistlichen Ort vorgesehen hat, und um die Kraft, ihn nach Seinem Willen gehen zu können. Viele Menschen beten mit uns in diesem Anliegen und denken mit uns nach. Im kommenden Jahr, am 2. März, dürfen wir das 125jährige Bestehen unseres Klosters feiern. Das ist natürlich ein Jubiläum, das zu Herzen geht.
 
Sehr dankbar sind wir für viel geistliche Unterstützung durch die Priester aus der Umgebung, die mit großem und wirklich frohem Engagement zu uns zur täglichen Eucharistiefeier kommen, und für unseren Beichtvater, P. Andreas OMI, aus dem Nikolauskloster. Auch haben wir die Freude, immer wieder Priester bei uns zu haben, die ihre Ferien oder freie Tage gerne bei uns verbringen und außerdem jene, die in unsere Pfarreien zur Sommervertretung kommen. Sr. Agnes ist nach wie vor hauptverantwortlich in der Sakristei und berichtet uns immer wieder froh von der großen Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft aller Zelebranten. An dieser Stelle möchten wir auch noch jenen Priestern besonders danken, die uns regelmäßig geistliche Vorträge halten.
 
Auch in diesem Sommer hatten wir wieder unser alljährliches Treffen mit unseren Mitbrüdern aus Langwaden, das diesmal bei uns stattfand. Mit ihnen trauern wir sehr um ihren so früh verstorbenen lieben Mitbruder Pater Aelred, der auch bei uns viele Jahre die Hl. Messe regelmäßig feierte.
 
Sehr froh sind wir über die treue Mitarbeit all unserer Angestellten. Küche, Pflege des Hauses in Klausur und Gästebereich, die große Hostienbäckerei und nicht zuletzt die Unterstützung bei der Kirchenmusik sind wichtige Bereiche, in denen sie unverzichtbar sind.           
 
Unser Gästehaus erfreut sich auch nach wie vor großer Beliebtheit, da die Menschen einfach die Atmosphäre in unserem Kloster lieben. Sr. Ruth ist ein geschätzter Gesprächspartner für viele Menschen, die uns aufsuchen, und auch andere Schwestern sind für viele Menschen wichtige geistliche und menschliche Bezugspersonen.
 
Unsere liebe Sr. Reinhilde, die Älteste von uns, ist unsere ganz treue Beterin und vermisst nur leider so sehr, dass sie nicht mehr ohne Hilfe ihren lieben Kater Pauli versorgen kann.
 
Nicht vergessen möchten wir die Ärzte, Physiotherapeuten, Helfer aus medizinischen Diensten, Pflegedienst, dazu noch freiwillige Helfer im Pfortenbereich, bei der Kirchenmusik und so manchen Wohltäter im materiellen und geistigen/geistlichen Bereich, nicht zuletzt alle, die bei uns die Heilige Messe mitfeiern und in unserer Kirche mit uns und für uns und für die Welt beten. Allen ein sehr herzliches „Vergelt’s Gott“ an dieser Stelle!
 
Sehr dankbar sind wir für die treue Begleitung durch die Mitglieder und insbesondere den Vorstand unseres Freundeskreises seit nunmehr 35 Jahren in den verschiedensten Angelegenheiten und Notwendigkeiten und allen unseren persönlichen Freunden und Angehörigen.
 
Wir grüßen Sie/Euch, die diese Zeilen lesen, in diesem in vieler Hinsicht und für viele Menschen auf der Welt so schweren Jahr ganz herzlich, verbunden mit den besten Wünschen für eine reich gesegnete Weihnacht und einen guten Start in das Neue Jahr. Gerne möchten wir uns dem Gebet vieler anvertrauen und wenn jemand, der unsere Zeilen liest, einen Impuls bekommt, mit uns aus irgendeinem Grund in Kontakt zu treten, so freuen wir uns darüber sehr!
 
Ihre/Eure für alle betenden
 
Benediktinerinnen aus dem Kloster Kreitz in Neuss
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